Beschreibung
Diese Ausstellung entstand durch einen Zufall. Es war an jenem Tag, als Henri Camus – der inzwischen verstorben ist – im Rahmen der Vorbereitungen für eine Ausstellung über Handwerksberufe das Geschehen auf der Schiffsreparaturwerft von Léchiagat fotografieren wollte der inzwischen verstorbene Henri Camus die Platten entdeckte, auf denen die Schiffsreparateure den Überschuss von ihren Bürsten, Walzen und Pinseln abwischten.
Überrascht von diesen rohen, ineinander verlaufenden Farben, überrascht von diesen gemeinsam
entstandenen Formen, überrascht vom Wechselspiel von Farbflächen und Farbläufen, Überraschung über die Spuren rätselhafter, aber bedeutungsvoller Gesten, Überraschung über diese Kreationen in Form von Augenzwinkern, die er noch nie in solcher Zahl und Vielfalt gesehen hatte, in keinem der Häfen, die sich von Loctudy bis Douarnenez aneinanderreihen.
Von November 2017 bis Dezember 2020 streifte er mehrfach über das Trockendockgelände, schnüffelte in allen Ecken und Winkeln herum und fotografierte nach Herzenslust Schilder und „bemalte“ Flächen. Diese Ausstellung ist also nicht wirklich seine eigene, trotz der Signatur am unteren Rand der Abzüge. Er ist nicht der Künstler, er beansprucht
keinen anderen Status als den eines Zeugen. Zeuge einer vergänglichen Kunst, ob individuell oder kollektiv, beabsichtigt oder nicht, an der er seinen Teil beitragen wollte.
Freier Eintritt während der Öffnungszeiten der Mediathek.



